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Pamphlete des Münchner Arbeitskreises Öffentlicher Raum

Pamphlet No. 1 - Wider die Sprachlosigkeit der Individuen

I. Zur Einführung
Als Pamphlet wird gemeinhin eine Kampfschrift bezeichnet, manchmal abwertend auch eine "Schmähschrift". Der Beschluss, Pamphlete zu verfassen, entspringt dem philosophischen und bisweilen revolutionären Gedankengut, welches in Unserem Münchner Kreise gar heiter, nie jedoch ohne die erforderliche Ernsthaftigkeit diskutiert, erörtert und entwickelt wird.
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Pamphlet No. 2

Nach dem Verlesen des Pamphlets No. 1 des Kollegen Klamt entfachte erneuter die Diskussion über die Öffentlichkeit im Mobilitätsraum.
Die erzwungene Enge, beispielsweise in der U-Bahn wurde nicht übereinstimmend als positiv oder kommunikationsfördernd oder gar öffentlich betrachtet. Freiwillige Enge, beispielsweise im Biergarten, hingegen bietet oftmals die Möglichkeit zur Kommunikation.
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Pamphlet No. 3

Ausgang des Debattengelages bei Kollege Thomas Frey vom 27. Januar im Jahre 2003 war die Diskussion über Öffentlichen Raum und Mobilitätsraum der letzten beiden Veranstaltungen. (Prof. Klamt/Kant und Priv.-Doz. Ulirike Schröppel berichteten in ihren Pamphleten No. 1 bzw. 2). Die damals berichteten Ereignisse und Erfahrungen wurden nun noch weiter abstrahiert und nachfolgende Thesen aufgestellt: .........mehr (im PDF-Format)

Pamphlet No. 6

Diskurs oder Kochkurs?
"Zwischen der Suppe und dem Mund kann sich vieles ereignen" - Altdeutsches Sprichwort

Ich habe hier nun die Freude von einem der philosophischeren Kochkurse im ak_ör zu berichten. Um mit dem Ergebnis zu beginnen - unter Umständen haben wir das ultimative Bild zur Beschreibung des öffentlichen Raums entdeckt. Und vielleicht sind mir damit dem schon vor einigen Sitzungen formulierten Zöller'schen Wunsch nach einer Definition des "öffentlichen Raums" oder der "Öffentlichkeit" näher gekommen. Denn die Komplexität des Themas erfordert offensichtlich sehr einfache Bilder - sich da eine simple Bouillon aufzukochen ist da nicht das schlechteste. .........mehr (im PDF-Format)

Pamphlet No. 7

_salz in der suppe
Über die Suppenschüssel und die einzelnen Karotten, Kartoffeln und anderen Bestandteile haben wir diesmal weniger geredet (siehe Pamphlet No 6, Benjamin David). Weniger ein intelektueller Kochkurs als ein Exkurs über die Unterschiede von Meersalz, Jodsalz, Himalayasalz, Es ging über "offene" und "definierte" Räume, über Zielgruppen und deren Sichtweisen, Ansprüche und Wünsche an den öffentlichen Raum - wenn man so will ist das Salz in der Suppe....
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Pamphlet No. 8

debatten_gelage am 28.04.03 mit Gast Prof. Wiegandt
_suppe
Nach einer echten und wirklich guten Suppe (mit Brühe und Stückchen) waren wir schon wieder mitten drin in unserem Bild des öffentlichen Raums - der Suppe: Mit der Brühe, die sich nach wie vor nicht so klar definieren lässt und der Schüssel als Sinnbild für die gebaute Stadt. (So besteht auch, wie bemerkt wurde, ein Unterschied, ob die Suppe aus einer Fast Food Schüssel oder aus einer Villeroy & Boch Schüssel gegessen wird) Auf der Suche nach der Brühe stand die Frage der Nutzung des öffentlichen Raums im Vordergrund. d.h. wie Nutzung zustande kommt. Kann man sie beeinflussen und wenn ja wie? Wird für bestimmte soziale Gruppen geplant? Oder ist die Nutzung des öffentlichen Raumes fast ausschließlich eine Frage der Gestaltung?....
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Pamphlet No. 9

debatten_gelage am 12. Mai 03

Thesen zur Privatisierung der öffentlichen Räume

"Die dem Allgemeingebrauch gewidmeten, offen zugänglichen und in diesem Sinne öffentlichen Räumen der Stadt - Straßen, Plätze und Parkanlagen - sind schon seit langem nicht mehr das, was sie einmal waren oder sein sollten, nämlich Räume einer Stadtgesellschaft, die ihre eigene Öffentlichkeit wie ihre eigene Individualität braucht, schafft und garantiert." (Bruno Flierl 2002)

_Profit statt Res Publica

oder

Funktionsärmer, unsozialer, begegnungsärmer, unspontaner

Privatisierung von öffentlichen Räumen bedeutet eine Funktionsreduzierung auf in erster Linie "Sich versorgen", Profit abwerfendes Konsumieren. Der private Eigentümer hat in der Regel nur ein Ziel: Ökonomisierung, Kommerzialisierung - ihn interessiert der Profit, weniger gesamtgesellschaftliche Funktionen wie beispielsweise die soziale Funktion des ÖR oder auch eine kulturelle Funktion, sofern sie ihm keinen Gewinn bringt. Privatisierte ÖR werden somit funktionsärmer, unsozialer, unmenschlicher, begegnungsärmer, unspontaner. Obdachlose werden vom privaten Polizeischutz entfernt, Flugblätter dürfen nicht verteilt werden, Demonstrationen sind untersagt usw. Insofern kann auch von einem Demokratiedefizit der privatisierten öffentlichen Räume gesprochen werden.
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